SRTP

Die Abkürzung SRTP steht für den englischen Fachbegriff Secure Real Time Transport Protocol und bezeichnet ein technisches Verfahren zur verschlüsselten Übertragung von multimedialen Daten, wie z. B. Sprache, über bestehende Netzwerke. Es basiert auf dem RTP (Real-Time Transport Protocol).

Unter anderem findet SRTP Anwendung bei der sogenannten Internettelefonie (Voice over IP, VoIP) und sorgt für eine abhörsichere Übertragung von Telefondaten zwischen mehreren Gesprächsteilnehmern.

Zur NFON Sprachverschlüsselung werden die Standards Transport Layer Security (TLS) und SRTP genutzt. Letzterer gilt als sehr sicher und effizient. Die Verschlüsselung in Telefonanlagen kann sowohl in der Hardware integriert sein als auch durch Software gelöst werden.

Bestandteile des Headers von RTP

Jedes RTP-Paket ist mit einem Header versehen, der verschiedene Informationen zum Inhalt des Pakets und dessen Übertragung enthält. So beinhaltet der Header unter anderem Versions- und Sequenznummern, die eindeutige Sender-ID, Zeitstempel und Informationen zum Datenformat. Der Rest des Pakets ist mit Nutzdaten gefüllt. 

Wichtige Komponenten der Real-Time-Transport-Protocol-Architektur

Für die Übertragung der Medienströme sind in der Real-Time-Transport-Protocol-Architektur einzelne Komponenten definiert. Die wichtigsten dieser Komponenten sind die Synchronization Source, der Translator und der Mixer. Während die Synchronization Source die eigentliche Datenquelle darstellt und mit einem 32-Bit-Identifikator gekennzeichnet wird, ist der Translator in der Lage, RTP-Pakete weiterzuleiten und bei Bedarf die Kodierung der zu übertragenden Daten zu verändern. Der Mixer schließlich kann die Datenströme mehrerer Quellen zusammen führen und in einem neuen Datenstrom weiterleiten.