TAPI

Die Abkürzung TAPI steht für Telephony Application Programming Interface und bezeichnet eine Programmierschnittstelle für Telefonieanwendungen. Ursprünglich von Microsoft und Intel entwickelt wurde die TAPI bereits im Jahre 1993 eingeführt. Ab Windows 95 ist die Schnittstelle fester Bestandteil der Funktionalität und in der Software des Betriebssystems verankert. Seit ihrer Einführung wurde sie mehrfach aktualisiert und liegt in unterschiedlichen Versionen vor. Ab der Version 3.0 aus dem Jahr 1999 unterstützt die Schnittstelle auch die IP-Telefonie und neben den klassischen Telefondiensten den Zugriff auf Video- und Audio-Streams. Bestandteil der Schnittstelle ist die TAPI32.DLL, die Standardfunktionen für die Entwicklung eigener Telefonieanwendungen zur Verfügung stellt. Die TAPI32.DLL wiederum kommuniziert über die TSPI-Schnittstelle mit dem TAPI Service Provider, der die gewünschten Funktionen in eine für die Hardware verständliche Sprache übersetzt und an die Telefonie Hardware übergibt.

Funktionen der TAPI

Die wichtigsten Funktionen, die sich über die TAPI realisieren lassen, sind die Grundfunktionen für den Aufbau von Gesprächen, die Durchführung von Telefonkonferenzen und das Weiterleiten von Gesprächen. Zudem sind für die Computer-Telefon-Integration (CTI) auch typische Officefunktionen wie Datenbankzugriffe möglich. Die TAPI lässt sich sowohl für ISDN, analoge Telefonie, mobiles Telefonieren und Voice-over-IP verwenden.

Nutzung für die Computer-Telefon-Integration

Für die Integration der Telefonanwendungen am Computer kann die TAPI Anrufe vom PC aus starten, Daten zu ankommenden Gesprächen anzeigen oder den Status von Nebenstellen signalisieren. Im Windows Umfeld ist die TAPI zentraler Bestandteil der Computer-Telefon-Integration und kann mit der Telefonanlage Daten auszutauschen. Die Kommunikation mit der Telefonanlage übernimmt der TAPI-Service-Provider (TSP). Häufig nutzen zum Beispiel E-Mail-Programme wie Microsoft Outlook oder IBM Notes die TAPI und erlauben es, direkt aus der Software heraus Telefonfunktionen zu nutzen. Dadurch lassen sich gespeicherte Kontakte direkt per Mausklick anrufen. Über Journal-Funktionen können Sachbearbeiter während eines Gesprächs Notizen direkt in den Kontaktdaten ablegen. Anderen Nutzern steht so die komplette Historie zu einem Kundenkontakt sofort zur Verfügung. Callcenter arbeiten dadurch sehr viel effizienter.

 

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ISDN

Das Kürzel ISDN steht für den Fachbegriff aus der Kommunikationstechnik „Integrated Services Digital Network“ und bezeichnet einen digitalen Standard für Telefonnetze. Ins Deutsche übersetzt bedeutet...

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