DDV

Über die Datendirektverbindung sind zwei Kommunikationspartner miteinander verbunden. Die Verbindung ist über ein Netzwerk oder eine Standleitung permanent aufgebaut und muss nicht wie bei einer Wählleitung mittels Wahlvorgang auf- oder abgebaut werden. Mit der DDV lassen sich digitale Daten für verschiedene Anwendungen wie für Telefongespräche, Videos oder für die Rechnerkommunikation übertragen. Neben physisch zum Beispiel als Kupferdoppeladern oder Glasfasern ausgeführten Datendirektverbindungen basieren viele dieser Festverbindungen auf übergeordneten Netzwerkinfrastrukturen wie ATM oder SDH. Ein wesentliches Merkmal der DDV ist ihre bittransparente Übertragung.

Bei der Einrichtung einer Datendirektverbindung stellt der Netzprovider eine direkte Kommunikationsbeziehung zwischen den beiden Teilnehmern her. Die Deutsche Telekom nutzt den Begriff Datendirektverbindung als Produktbezeichnung für bestimmte Typen von Standleitungen mit hoher Verfügbarkeit und geringer Fehlerrate. 

Übertragungsmedien und Übertragungsraten von Datendirektverbindungen

Für die Realisierung von Datendirektverbindungen können verschiedene Medien zum Einsatz kommen. Ursprünglich basierten Standleitungen auf tatsächlichen Drahtverbindungen. Für die DDV werden fast ausschließlich digitale Multiplexsysteme verwendet, die mit einem übergeordneten Managementsystem flexibel eingerichtet und verwaltet werden können. Der Kundenanschluss kann mit Kupferdoppeladern, Koaxialkabeln oder Glasfasern ausgeführt sein. Die verfügbaren Bandbreiten reichen von wenigen Kilobit bis hin zu breitbandigen Verbindungen von vielen Megabit.
 

Verfügbarkeit und Fehlerrate einer DDV

Ein wichtiges Merkmal der DDV ist ihre hohe Zuverlässigkeit und geringe Fehlerrate. Dies wird erreicht durch intelligente Möglichkeiten der Ersatzwegeschaltung in der übergeordneten Netzwerkinfrastruktur und eine aktive Überwachung mit proaktivem Netzmanagement. Im Störungsfall werden automatisch oder operatorgesteuert Ersatzverbindungen geschaltet. Verfügbarkeiten von weit über 99 Prozent und Fehlerraten unter 10exp-6 sind daher üblich. 

Mögliche Einsatzgebiete der DDV

Die Einsatzmöglichkeiten von Datendirektverbindungen sind vielfältig und reichen von der Anbindung von Filialen über Rechenzentrumskopplungen bis hin zu Netzanbindungen für Telefonanlagen. Auch Services von Cloud-Telefonanlagen lassen sich über Festverbindungen in das Internet nutzen.