Hast Du die Freiheit, so zu kommunizieren, wie Du willst?

Hast Du die Freiheit, so zu kommunizieren, wie Du willst?

05. February 2018

Mit den ersten Entwicklungsstufen des digitalen Fortschritts verändert sich unsere Art, miteinander zu kommunizieren, erheblich. Allerdings wurde unsere Kommunikation bisher nicht wesentlich komfortabler oder effizienter. Ob per Sprache, E-Mail, Whatsapp, Facebook Messenger oder Social Media: Wir kommunizieren rund um die Uhr und mehr als je zuvor – und tagtäglich nimmt unsere Kommunikation zu.

Die Berichterstattung zur Smartphone-Abhängigkeit dürfte niemandem entgangen sein: Zahlreiche Studien haben untersucht, wie oft wir unser Telefon ins Visier nehmen – im Durchschnitt 2.617 Mal täglich! Echte Power-User bringen es sogar auf 5.427 Mal, so die Research-Firma dscout. Weil jeder Blick aufs Smartphone bis zu fünf Sekunden in Anspruch nimmt, bringt es ein Durchschnittsnutzer locker auf bis zu 150 Minuten Netto-Nutzungszeit. Dies entspricht rund 15 Prozent unserer täglichen Wachzeit!

Sprache bringt uns zurück zu unseren Wurzeln

Mit Sprache nehmen wir den nächsten großen Schritt der digitalen Transformation. Was mit dem Hörbuch- und Podcast-Hype begann, setzt sich mit Alexa, Google Assistant und Siri nahtlos fort. Sprache ist die natürlichste Form der Kommunikation – im ursprünglichen Sinne von Mensch zu Mensch und jetzt eben auch im Dialog von Mensch und Maschine. Selbst wenn es heute vor allem Daten sind, die erheblich zum Kommunikationsmix beitragen, wächst der weltweite Sprachverkehr stabil.

Tatsächlich kommunizieren – genauer gesagt sprechen – Menschen immer mehr miteinander, nicht weniger. Ovum geht davon aus, dass der weltweite Sprachverkehr bis 2025 um acht Prozent jährlich wächst. Würde man das jährliche Sprachvolumen aller Menschen auf der Erde in einem einzigen Anruf zusammenfassen – er wäre 68,5 Billionen Minuten lang! Sprache verbindet Menschen auf persönlicher Ebene und spricht ein menschliches Grundbedürfnis an: Nach unsere Körpersprache ist Sprachkommunikation die zweitwichtigste Form der Verständigung.

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[Translate to Deutschland:] Matthew Kane | Unsplash

Gleichzeitig ist Kommunikation per Sprache sehr effizient. Während die Schriftform unsere Kommunikation verlangsamt, schafft Sprache einen fließenden Dialog. Eine Durchschnittsperson spricht zwischen 125 und 175 Wörtern und verarbeitet beim Zuhören rund 450 Wörter pro Minute. Im Gegensatz dazu bringen wir es beim Tippen, etwas auf dem Smartphone, auf gerade einmal 40 Wörter pro Minute. Zudem ist Textkommunikation häufig fragmentiert und unvollständig, während Sprachdialoge einen klaren Anfangs- und Endpunkt haben.

Wir sollten unserem menschlichen Grundbedürfnis zu kommunizieren mehr Rechnung tragen. Mit persönlichen digitalen Assistenten zielen Amazon, Apple und Google auf eine komfortable User Experience ab, die die Effizienzvorteile von Sprache und Text miteinander verbindet. Dennoch handelt es sich bei Alexa, Google Assistant und Siri um modulierte Sprachanwendungen mit unnatürlicher Tonalität und der Klangwelt eines Roboters.

Laut John Paul Lederach, Professor für International Peacebuilding an der University of Notre Dame bildet Sprache die Voraussetzung für sogenannte inklusive Konversationen, die auf Gegenseitigkeit, Verständnis und Zugänglichkeit basieren. Kommunikationstechnologien sind dann am effektivsten, wenn sie sich an menschlichen Bedürfnissen orientieren und nicht allein auf ständig neu entstehenden technischen Möglichkeiten basieren. Es geht also nicht um Technologie und maschinelle Fähigkeiten – es geht allein um uns.

Wir wollen auf unterschiedliche Art und Weise kommunizieren

Beim Ruf nach mehr Freiheit in der Kommunikation geht es nicht allein darum, schneller zu arbeiten. Es geht um mehr Flexibilität bei der Wahl der Kommunikationsmittel, um letztlich besser arbeiten zu können. „Manchmal ist ein Telefonanruf im Vergleich zur E-Mail das effizientere Kommunikationsmittel – und manchmal eben nicht. Wenn zwei Personen auf der Mailbox des jeweils anderen ein Dutzend Nachrichten hinterlassen, wäre eine einzige E-Mail mit Sicherheit die bessere Wahl gewesen“, so Ross MacCammon von GQ.

Unterschiedliche Situationen am Arbeitsplatz verlangen unterschiedliche Kommunikationsansätze. Ein Anruf ist die beste Wahl, wenn es um die unmittelbare Klärung einer zeitkritischen Angelegenheit geht. Im Gegensatz dazu dürfte E-Mail die bessere Wahl für Situationen sein, in denen Du mehr als eine Person mit der gleichen Botschaft ansprichst. Und der persönliche Dialog hat sich bewährt, wenn Du ein komplexes oder gar emotionales Anliegen besprechen möchtest.

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[Translate to Deutschland:] Benjamin Dada | Unsplash

In einer Untersuchung des Harvard Business Review haben sich Forscher mit der Effektivität verschiedener Kommunikationsformate beschäftigt. Das Szenario: Wie bringst Du Menschen dazu, für einen guten Zweck Deiner Wahl zu spenden? Dabei stellte sich heraus, dass die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht im Vergleich zur E-Mail 34 Mal wirksamer war. Für Deine Organisation solltest Du daraus jedoch nicht ableiten, dass die Zentrierung auf eine einzige Kommunikationsform der Schlüssel zum Erfolg ist – vielmehr ist es die Vielzahl und freie Auswahl der Kommunikationsmittel, die Dein Team erfolgreicher macht.

 

Die Freiheit der Kommunikation macht…glücklich!

Das Freiheitsbedürfnis in der Kommunikation drückt sich im universellen Zugang zu Kommunikation und der freien Wahl der Kommunikationsmittel aus. Bezogen auf die neue Arbeitswelt erleben wir gerade, wie sich bei Millennials und Gen Z die Trennung von Privatem und Beruf aufhebt. Der Arbeitsplatz wird zum integralen Bestandteil unseres Lebens – aus Work-Life-Balance wird Work-Life-Unity. Unified Communications verstärken diesen Trend und führen Cloud-Services, Endgeräte und Kommunikationskanäle zu einer universellen Kommunikationsplattform zusammen.

 

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[Translate to Deutschland:] Helena Lopes | Unsplash

Während Babyboomer mit Aufhebung der Grenzen zwischen Freizeit und Beruf einen Verlust an Lebensqualität verbinden, sehen jüngere Generationen darin genau das Gegenteil. Microsoft kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass maximale Produktivität der Motivationsfaktor Nummer 1 für Millennials ist. Wir sind davon überzeugt, dass die Freiheit der Kommunikation – jederzeit kommunizieren zu können, mit jeder App, jedem Endgerät und auf jedem Kanal – die stärkste Triebfeder für Produktivität ist.

Organisationen sollten sich mit dem Gedanken anfreunden, dass schon bald die Mehrheit ihrer Mitarbeiter eine deutlich weniger regulierte Arbeitsumgebung einfordern wird. Bis 2025 machen Millennials 75 Prozent der Arbeitskraft aus – sie werden damit in Kürze zur wichtigsten Generation der Arbeitswelt. Wir alle werden am Arbeitsplatz flexibler und lockerer miteinander kommunizieren müssen – und die neue Freiheit der Kommunikation Schritt für Schritt für uns entdecken.

Die Vorteile sind offensichtlich und der Ruf nach Freiheit in der Kommunikation wird lauter. Das menschliche Grundbedürfnis, jederzeit und überall kommunizieren zu können, bleibt bestehen. In der nächsten Phase der Digitalisierung wird es darauf ankommen, mit neuen Plattformen für die Kommunikation von Mensch zu Mensch eine höhere Qualität und mehr Flexibilität zu bieten.

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