Erfolgreich mit digitaler Transformation: den Menschen im Mittelpunkt

Erfolgreich mit digitaler Transformation: den Menschen im Mittelpunkt

18. April 2018

„If you can’t beat them, join them“, beschloss der berühmte Schachspieler Kasparov, nachdem er bereits 1997 zum ersten Mal in seiner Königsdisziplin gegen einen Computer verlor. Anstatt die Zukunft zu fürchten, experimentierte er mit Kombinationen aus menschlichen Schachspielern und Computern – mit Erfolg! Das Duo gewann gegen die Maschine, jedes Mal.

Was wir daraus lernen können? Die digitale Zukunft schließt den Menschen nicht aus, sie macht ihn stärker! Selbstverständlich muss sie dazu sorgfältig geplant und überdacht werden. In einem Harvard Business Review Artikel schreibt Tom Puthiyamadam, Global Digital Services Leader at PwC, dass Unternehmen kritisch evaluieren müssen, wie ihre digitalen Initiativen Kunden und Beschäftigte beeinflussen, da selbst die besten Veränderungen unvorhergesehene Auswirkungen auf den Menschen haben kann.

In diesem Blog-Post setzen wir uns deshalb mit unserem Status quo und unserer Zukunft als Mitarbeiter, Kunden, Partner – kurz: Menschen – in und für eine digitale Organisation auseinander.

Positives menschliches Erlebnis als Erfolgsfaktor für digitale Transformation

Die Überzeugung, dass der Mensch Dreh- und Angelpunkt der digitalen Transformation sein muss, ist inzwischen weit verbreitet. Laut der Studie 2017 Digital IQ setzt sich langsam aber sicher auf allen Ebenen der Unternehmen durch, dass ein Fokus auf Technologie allein nicht ausreicht.

Ob Mitarbeiter oder Kunden: Menschen sind die Brücke zwischen einer Organisation und neuen Technologien. Wie sie die Veränderung empfinden, ob sie sie ablehnen oder als Chance sehen, ist zentral. Nichtsdestotrotz investieren viele Organisationen weiterhin stärker in Strategien und Tools als in die Transformation als positives Erlebnis.

1. Wie Du mit Deiner Organisation digitales Neuland betrittst
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Insgesamt liegt der Schwerpunkt in der Industrie noch nicht darauf, Prozesse für die Menschen zu optimieren, die mit der Technologie arbeiten sollen, sondern Technologie als neues Experimentierfeld zu bearbeiten. Es ist an der Zeit, den Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Fokus zu rücken, um von den Investitionen in neue Technologien zu profitieren.

Wie läuft das in der Arbeitswelt ab? Um den Schritt in die Transformation zu wagen, braucht digital in erster Linie die richtigen Leute an Bord, also Führungskräfte und Mitarbeiter, die sich vorbereitet fühlen und erste Voraussetzungen mitbringen. Deloitte empfiehlt beispielhaft Dinge wie gute Kenntnisse des digitalen Markts sowie zahlreiche Soft Skills wie Kommunikationsstärke, Unternehmergeist, Teamorientierung, Innovationsfreude, Kundenorientierung und hohe emotionale Intelligenz – allesamt zentrale menschliche Fähigkeiten.

Aber auch Menschen können nicht alles leisten. Digitale Transformation benötigt neue Strukturen, ein angepasstes Arbeitsumfeld, andere Weiterbildungssysteme und neue Werte, damit Angestellte ihr volles Potential im digitalen Zeitalter entfalten können. Außerdem muss Digitalisierung richtig eingeschätzt werden, denn von zu hohen Erwartungen, aber auch einer Unterschätzung der Veränderungen, profitiert am Ende niemand.

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2. Wie Du den passenden digitalen Kurs für Deine Organisation einschlägst
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In einem Unternehmen, das Digitalisierung als Enabler sieht, dienen neu gewonnene Daten in erster Linie einem besseren Verständnis der Bedürfnisse und Gewohnheiten des Menschen, seien es Kunden oder Mitarbeiter. Schließlich geht es bei jeder Innovation letztendlich immer darum, die Arbeit und das Leben aller Involvierten zu verbessern.

Deshalb ist es wichtig, sich als Unternehmen zu fragen: Wieviel digital wollen wir eigentlich und wieviel ist sinnvoll? Diese drei Personengruppen sind für die meisten Unternehmen die wichtigste Zielgruppe für das Thema Digitalisierung:

  • Mitarbeiter. Eine der Hauptaufgaben ist Mitarbeiter zu inspirieren, motivieren und ihr Interesse an Digitalisierung zu wecken. Oft bestehen sowieso bereits Erwartungen an Unternehmen, da das Privatleben zumeist weitgehend digitalisiert ist. Digitalisierung, die auf die Angestellten abgestimmt ist, überrascht und erfreut, indem sie Aufgaben vereinfacht und beschleunigt, intuitiv funktioniert und die Kommunikation zwischen Menschen und Abteilungen fördert.
  • Kunden. Ob B2B oder B2C, im Online-Handel oder der Telekommunikation, Kunden hat jedes Unternehmen. Diese sind ganz verschieden, aber ein paar Dinge haben sie doch gemeinsam: niemand sträubt sich gegen positive Erlebnisse, zuvorkommendes Handeln und gute Erfahrungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Adequat eingesetzt, machen digitale Tools die Kundenbetreuung individueller und barrierefreier, was die Beziehung zwischen Kunde und deinem Unternehmen stärkt – mehr über den Aufbau einer Customer-Care-Kultur in diesem Blogbeitrag!
  • Partner. Oft in Vergessenheit geraten, ist ein funktionierendes Partnernetz wichtig für Erfolg. Nutze Digitalisierung, um Dich mit Deinen Partnern näher zusammen zu bringen! Kollaboration und gemeinsame Workflows werden einfacher, Industriestandards abgestimmter und zum Beispiel eine Lieferkette durch Automatisierung und Kommunikation dank digitaler Hilfsmittel nahtloser.

Mit diesen drei Personas im Hinterkopf, bist du bereits auf dem richtigen Weg. Für die strategische Planung digitaler Transformation gibt es noch ein paar weitere Anhaltspunkte, um den menschlichen Faktor im Auge zu behalten:

  1. Was soll die Digitalisierung Deiner Organisation bringen?
  2. Wie soll und wird sich die Kommunikation verändern?
  3. Welche Rolle soll das Unternehmen in der digitalen Welt spielen?
  4. Wer plant und wie wird ausgeführt?
  5. Welche technischen Voraussetzungen brauchen wir und sind die Mitarbeiter mit diesen vertraut?
  6. Und natürlich, wie erreichen wir diese Ziele gemeinsam als Organisation?
Wie hoch ist der digitale IQ deines Unternehmens?

Je schneller Menschen neue Technologien annehmen, umso größer ist das Potenzial, den Kundenstamm zu erweitern, den Profit zu steigern, die Effizienz zu verbessern oder sogar ein komplett neues Geschäftsmodell zu entwicken. Und wie sieht es momentan aus mit dem digitalen IQ Deines Unternehmens? Bei der Befragung zu dem digitalen IQ ihres Unternehmens gaben immerhin über die Hälfte der 2.200 befragten Führungskräfte “hoch” oder “sehr hoch”an.

Positive Assoziationen sind für den digitalen IQ entscheidend. Auch hier leiden Unternehmen, wenn Kunden und Mitarbeiter zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Das Schaffen eines besseren Kundenerlebnis wird etwa nur von 10 Prozent der Unternehmen als digitale Priorität genannt, tatsächlich waren es 2016 noch ganze 25 Prozent. Dieses Ungleichgewicht führt zu schwerwiegenden Problemen auf dem Markt, verlangsamt die Implementierung der Technologien und hindert das Wachstum und die Entwicklung von Unternehmen und neuen Technologien.

Unternehmenskultur mit Menschen im Mittelpunkt begünstigt Digitalisierung
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Ganz klar, der Einzelne muss vorbereitet sein – aber auch die Atmosphäre muss geschaffen werden. Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen, die die digitale Transformation problemlos durchführen oder leben, bereits eine besondere Kultur pflegten. Diese zeichnet sich durch Offenheit und ehrliche Kommunikation aus. Gerade im Bereich Kommunikation eröffnet digital neue Möglichkeiten interdisziplinärer, enger Zusammenarbeit über Abteilungen und Entfernungen hinweg, die sich erfolgreiche Unternehmen zu Nutze machen.

Das Engagement der Mitarbeiter ist allgemein hoch, sie mögen Ihre Kollegen, Vorgesetzten, und natürlich ihre Arbeit, und tauschen sich viel aus. Diese Art Angestellter ist oft der wahre Motor digitaler Initiativen, daher zählt eine Unternehmenskultur, die von Innovation und gesunder Kommunikation geprägt ist, zu den Top-Prioritäten erfolgreicher Führungskräfte. Silicon Valley ist das typische Beispiel, aber auch konventionelle Versionen wie das Kreditkartenunternehmen Visa werden zitiert, wenn es um den Fokus auf den Menschen geht. Dank flacher Hierarchien und digitaler Kommunikation haben Ideen einen freieren Lauf und Projekte gewinnen durch den Perspektivenwechsel.

Selten ist die Schlussfolgerung so einfach wie hier: Digitalisierung funktioniert nicht am besten, wenn der Fokus auf dem Menschen liegt, Digitalisierung funktioniert ausschließlich, wenn der Fokus auf dem Menschen liegt. Wenn sie jedoch aktiv und mit Enthusiasmus umgesetzt wird, wenn Menschen in dem Meer der unbegrenzten digitalen Möglichkeiten sicher navigieren, wenn Verbindungen gestärkt und die Kommunikation nahtloser wird, wenn das Potential von Bits und Bytes gesehen und genutzt wird, ist Digitalisierung eine große Bereicherung für jedes Unternehmen.

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