Digitale Transformation – den menschlichen Touch trotz smarter Maschinen und künstlicher Intelligenz bewahren

Digitale Transformation – den menschlichen Touch trotz smarter Maschinen und künstlicher Intelligenz bewahren

09. March 2017

Kommt Ihnen die Aussage bekannt vor, dass neue Technologien zum Verlust von Empathie und emotionaler Intelligenz führen und Roboter uns unsere Arbeitsplätze streitig machen werden? Für viele steht die digitale Transformation für die Entmenschlichung der Arbeitswelt und der Gesellschaft insgesamt.

Dies wiederum ist kaum verwunderlich, wenn uns selbst Tech-Pioniere wie PayPal- und Tesla-Gründer Elon Musk vor den Gefahren digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz (AI) warnen: “Wir sollten mit künstlicher Intelligenz sehr vorsichtig umgehen. Wenn ich vorhersagen müsste, was unsere größte existenzielle Gefahr darstellt, ist es wahrscheinlich dieser Bereich.” Wir wollen diesen Angst-Szenarien einmal auf den Grund gehen und uns die Verbindung von Mensch und Maschine etwas genauer ansehen

Was digital sein soll, bestimmen wir selbst

Die digitale Transformation hat die Art, wie wir miteinander kommunizieren, grundlegend verändert – aber sie hat nicht gleichzeitig dazu geführt, dass wir oberflächlicher miteinander umgehen. Keine Studie konnte bislang belegen, dass menschliche Beziehungen unbedeutender und das gemeinsame Miteinander weniger produktiv geworden sind. Ganz im Gegenteil: Cloud-Services und neue Kanäle haben die Kommunikation weiterentwickelt und es mehr Menschen ermöglicht, miteinander in Kontakt zu treten. Jede Hürde, die das Teilen von Informationen oder die Zusammenarbeit erschwert, wird als Produktivitätskiller betrachtet. Und Produktivität ist wichtiger als je zuvor, insbesondere für die Generation der Millennials, die im Jahr 2020 laut einer Studie von PwC 50 Prozent der weltweit arbeitenden Bevölkerung ausmachen werden.

Zudem tritt bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Generation Z ins Arbeitsleben ein – die erste Generation, die in einer vollständig vernetzten Welt aufgewachsen ist. Die sogenannte Gen Z wird ganz einfach davon ausgehen, dass jede moderne Organisation ihre Geschäfte mithilfe von Cloud-Services betreibt – warum schließlich auch nicht? Wie wichtig das Thema Produktivität für Vertreter der Gen Z ist, hat kürzlich eine Studie von Microsoft gezeigt: 93 Prozent sagen, sie sei der Schlüssel zu ihrem Glück!

Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bei der digitalen Transformation liegt wie so oft im Detail. Lucy Adams, Strategieberaterin bei Google, stellt die These auf, dass “das Digitale nur zu 10 Prozent aus Technik, jedoch zu 90 Prozent aus Mensch besteht”, obwohl “Organisationen über das Digitale reden, als sei es 90 Prozent Technik und 10 Prozent Mensch.” Tatsächlich bedeutet die digitale Welt nichts ohne Menschen, die sie zum Leben erwecken. In einer Studie der MIT Sloan Management Review und Deloitte setzte sich eine Erkenntnis durch: Die digitale Transformation wird im Kern durch die Führung und die Mitglieder einer Organisation geschaffen. Menschen wählen aus, wie digitale Technologien eingesetzt werden, und sie sind dann besonders erfolgreich, wenn sie sich bei der Transformation an ihren eigenen Bedürfnissen und ihrer eigenen Persönlichkeit orientieren.

Neue Tools + Neue Möglichkeiten = Steigender Glücksfaktor

Während das Digitale unseren Berufsalltag verändert, bleibt diese Transformation grundlegend menschlich. Digitale Transformation bedeutet nichts anderes, als die Methoden und Technologien des Internet-Zeitalters anzuwenden, um besser auf die sich verändernden Bedürfnisse einzugehen. Vereinfacht gesagt, sind digitale Technologien neuer Wein in alten Schläuchen: Es geht darum Beziehungen besser zu managen und Teams, Partner und Kunden zufriedenzustellen. Denn letztlich wurden Cloud-Services und neue Technologien erfunden, um Menschen besser miteinander zu vernetzen.

Im professionellen Bereich haben digitale Innovationen, wie Communications as a Service (CaaS) die Art, wie wir arbeiten, verändert. Teammitglieder können schnell und jederzeit miteinander in Kontakt treten und bleiben auf dem Laufenden, selbst wenn sie sich physisch nicht an ihrem Arbeitsplatz befinden. Erst die digitalen Alternativen zu Stift und Papier haben mehr Flexibilität sowie neue Lebens- und Arbeitsmodelle ermöglicht.

Sehen wir uns das Beispiel Google einmal näher an: Der Erfolg dieses Ausnahme-Unternehmens basiert vor allem auf der Anwendung neuer Technologien. Google hat viele innovative Tools geschaffen mit denen Mitarbeiter und Teams schon seit langem intensiv miteinander kommunizieren, etwa via Social Media, durch Hangouts oder mittels virtueller Konferenzen. Google-Mitarbeiter sind nicht nur bekannt für ihre überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz, sondern auch für ihre digitale Kreativität und Motivation.

Menschliche Stärken bleiben trotz Technologie einzigartig

Werden sie sinnvoll eingesetzt, kann eine Organisation dank Cloud-Services und neuer Technologien ihre Ziele und Ideen schneller und weiter verbreiten als je zuvor. Hierarchien und Grenzen werden überwunden, wenn Sie Ihre Werte direkt kommunizieren. Wenn Sie Ihrer Organisation ein Gesicht geben, verleiht Ihnen das mehr Glaubwürdigkeit. Durch digitalisierte Kommunikation via Sprache und Video werden Kunden- und Partnerbeziehungen sogar persönlicher und tiefgründiger als früher.

Das führt uns zum letzten Aspekt und dem Schlüssel zu jeder funktionierenden Beziehung: Vertrauen. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Maschine und Mensch ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Im Gegenteil, in einer Welt voller Bots und Augmented Reality haben Menschen mehr Einfluss als je zuvor. Nichts wird mehr geschätzt werden als die Zeit, die sich jemand für ein persönliches Gespräch nimmt – Emotionen und Empathie als menschliche Qualitäten werden an Wert gewinnen. Dies ist der menschliche Vorteil, der uns gegenüber Maschinen und künstlicher Intelligenz auf lange Zeit auszeichnen wird.

Fazit: Die digitale Transformation aus Angst vor Identitätsverlust zu ignorieren oder gar zu meiden ist keine Option. Digitale und Cloud-Services sind erfunden worden, um unsere Arbeit zu erleichtern – und nicht, um uns zu überfordern. Bei der digitalen Transformation sollte es stets darum gehen, menschliche Stärken zu unterstützen. Nutzen wir diese Entwicklung als Chance, um mehr Menschlichkeit in unseren Organisationen zu etablieren! Da jüngere Generationen die digitale Transformation ohnehin beschleunigen werden, sollten wir sie schon heute zu unserem Vorteil nutzen – denken Sie aber stets daran, diese Entwicklung individuell und menschlich zu gestalten!

Folgen Sie uns auf Facebook, LinkedIn, Twitter und YouTube und entdecken Sie die Freiheit der Kommunikation – mit NFON.