IP-Adresse

Die Kommunikation im Internet wird über das Internetprotokoll (abgekürzt IP) abgewickelt. Zur eindeutigen Adressierung im Netz benötigt jedes Endgerät eine eigene Adresse, die so genannte IP-Adresse. Neben Einzeladressen für Endgeräte gibt es auch Adressen für Gruppen von Empfängern. Diese Adressen werden als Multicast- oder Broadcastadressen bezeichnet. Endgeräte im Netz wie Computer, Drucker oder Telefone können auch mehrere IP-Adressen gleichzeitig besitzen. Je nach eingesetzter Version des Internetprotokolls haben die IP-Adressen eine definierte Notation und sind nach einem vorgegebenen Standard aufgebaut.


Der Unterschied von IPv4- und IPv6-Adressen

Die bisher im Internet am häufigsten verwendete Protokollversion ist das IPv4-Protokoll. Aufgrund des rasanten Wachstums des Netzes und der damit aufgekommenen Adressknappheit sowie zur Anpassung an neue Techniken wurde das IPv4 Protokoll überarbeitet und die IPv6-Version entwickelt. Langfristig soll das Internet auf das modernere IPv6-Protokoll umgestellt werden. IPv4-Adressen besitzen vier Bytes. Die Schreibweise der Adressen besteht aus vier Zahlen, die Werte zwischen 0 und 255 annehmen können und mit einem Punkt getrennt sind. Eine solche Adresse kann zum Beispiel 192.168.1.10 lauten. IPv6-Adressen bestehen insgesamt aus 16 Bytes und besitzen eine abweichende Schreibweise mit Doppelpunkten als Trennzeichen. Sie sehen zum Beispiel so aus: 2001:0bd4:45b2:0000:0000:8e2a:0280:4528.


Beide Typen von IP-Adressen haben jeweils einen sogenannten Netzanteil und einen Hostanteil. Die Netzwerkmaske gibt Auskunft darüber, welcher Teil der IP-Adresse das Netz bezeichnet und welcher Teil das eigentliche Endgerät in diesem Netz adressiert.


Die IP-Adresse in der Voice-over-IP-Telefonie

Damit Endgeräte über das Internet miteinander kommunizieren können, müssen sie die zu versendenden Daten in Datenpakete unterteilen und diese Pakete mit der Ziel- und Absenderadresse versehen. Im Gegensatz zur herkömmlichen, leitungsvermittelten Telefonie, bei der eine Art feste Verbindung zwischen Anrufer und Angerufenem besteht und alle Informationen über diese Leitung den gleichen Weg nehmen, sucht sich bei der VoIP-Telefonie jedes Datenpaket anhand der Zieladresse selbständig den Weg im Netz. Am Ziel werden alle Daten gesammelt und bei Bedarf wieder in die richtige Reihenfolge gebracht. IP-Telefone nutzen für die Telefonie sowohl die IP-Adresse des Angerufenen als auch eines SIP-Servers, der den Verbindungsaufbau steuert.